Bhutan Discover
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Flora und Fauna in Bhutan

70% der Landesfläche von Bhutan ist mit Wald bedeckt. Tiere und Wald sind für die Bhutaner heilig und werden durch die Verfassung geschützt. Bhutan verfügt aufgrund der unterschiedlichen Klima- und Höhenunterschiede über eine der größten Artenvielfalten der Welt und hat den größten Anteil an Flächen, die als Nationalparks ausgewiesen sind (ca. 26%). Von der Regierung werden mehr als 35% Bhutans als Schutzgebiete verwaltet. In Bhutan sind über 5.500 Pflanzenarten, 770 Vogelarten und etwa 165 Säugetiere bekannt und zum Teil kommen sie nur dort vor, d.h. sie sind endemisch.

Die großen Waldflächen bestehen in den niedrigen Höhen aus Pinien, Zypressen, Rhododendren und Eichen, während in höheren Lagen Wacholder, Kiefer und Himalayazedern anzutreffen sind. Die Wälder bieten einen optimalen Schutz für Pflanzen- und Tierwelt; es wurde beobachtet, dass neue Tierarten nach Bhutan einwandern, wie z.B. der Königstiger, der normalerweise nur in tropischen oder subtropischen Gebieten Indiens lebt, aber in Bhutan in einem Waldgebiet auf 4.000 m Höhe beobachtet werden konnte.

Im Allgemeinen ist Bhutan streng in verschiedenen Vegetationszonen untergliedert. Deren Anzahl variiert jedoch je nach verschieden wissenschaftlichen Betrachtungsweisen (Modelle mit 7 oder 14 Vegetationszonen). Begründet liegt dies beispielsweise in den geographischen und klimatischen Verhältnissen des Landes.

Bhutan ist ein kleines Paradies für Vogelbeobachtungen

 

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Flora in Bhutan - die Pflanzenwelt

Unter anderem wachsen in Bhutan 300 verschiedene Heilpflanzenarten, 80 Rhododendren- und etwa 600 Orchideenarten. Auf den hohen Bergpässen auf 5.000 m Höhe findet man noch winzige Alpenblumen. Auf bis 4.000 m Höhe gibt es viele verschiedene Blumen wie Edelweiß, Enzian und Astern. Im Frühjahr blühen die Rhododenren, Magnolien, Orchideen und Primeln in einer einzigartigen Farbenpracht. In den wärmeren Tälern bilden rot leuchtende Weihnachtssterne ganze Alleen.
 
In Bhutan kommen sowohl Blüten- als auch blütenlose Pflanzen in großer Zahl vor:


Nadelbäume

Bhutan wird zu etwa 30% von Nadelwald bedeckt. Insgesamt kommen 615 verschiedenen Arten und 70 Gattungen an Nadelbäumen vor.


Rhododendren

In Bhutan gibt es 52 verschiedene Arten und Unterarten des Heidekrautgewächses Rhododendron. Vier davon sind endemisch.


Primeln

Zu den artenreichsten Blütenpflanzengattungen Bhutans zählt die Primel. Sie ist mit 66 Arten vertreten, von denen 10 ausschließlich in Bhutan vorkommen, also endemisch sind.


Orchideen

Für Orchideenliebhaber ist die Himalaya-Region, vor allem Bhutan, ein Hotspot. Mehr als 600 Arten dieser prachtvollen Blumen in unterschiedlichsten Formen und Farben gedeihen hier. Davon sind 14 endemisch. Im Punakha-Tal finden Sie unter anderem den Tibetischen Frauenschuh (Cypripedium tibeticum), den Gesprenkelten Frauenschuh (cypripedium guttatum), den Himalayischen Frauenschuh (Cypripedium himalaicum) oder die Paphiopedilum fairrieanum, eine Gattung die nur in Bhutan und Assam, Indien gedeiht.
Seit Jahrhunderten werden Orchideen in Bhutan als Heilmittel genutzt. Ihre Extrakte helfen gegen Nervosität und Schlafstörungen, Stabilisierung der Psyche oder sollen auch als Aphrodisiakum dienen.
Doch sogar in der Küche finden Orchideen Verwendung. Das bhutanische Gericht „Olachotho“ besteht aus den Blüten der Cymbidium hookerianum, gekocht mit Chilis, Salz und Käse.
In Rimchu, etwa 25 km nördlich von Punakha, am Rande des Jigme Dorje Nationalparks gibt es das Tse Rim Orchid Santuary. Das bewaldete Schutzgebiet umfasst etwa 20 qkm und hat eine große Vielfalt an verschiedensten Orchideen-Gattungen zu bieten.
Im Royal Botanical Garden Serbithang, 15 km südlich der Hauptstadt Thimphu können Sie ebenfalls seltene Arten bewundern.


Auswahl an Orchideen in Bhutan 

Agrostophyllum callosum Cypripedium guttatum Otochiluspecies
Aristolochia griffithi Cypripedium himalaicum Paphiopedilum fairrieanum
Bulbophyllum guttulatum Cypripedium tibeticum Paphiopedilum spicerianum
Bulbophyllum obrienianum Dendrobium densiflorum Phalaenopsis taenialis
Bulbophyllum odoratissimum Dendrobium devonianum Pholidita pallida
Calanthe species Dendrobium hookerianum Pleione hookeriana
Chamaegastrodia sp. Dendrobium nobile Pleione maculata
Coelogyne barbata Epigenium species Rhynchostylis retusa
Coelogyne cristata Epipogium roseum Sunipia andersonii
Coelogyne nitida Gastrochilus acutifolius Vanda bicolor
Coelogyne stricta Habenaria sp. Vanda griffithii
Cymbidium devonianum Herminium monorchis Vandopsis undulata
Cymbidium erythraeum Liparis bootanensis  
Cymbidium lancifolium Ornithochilus difformis  

Cordyceps, ein Pilz, der Gold wert ist

Der chinesische Raupenpilz (Ophiocordyceps sinsensis) zählt als teuerster Pilz weltweit. Sein Wert kann ungefähr an dem des Goldes gemessen werden (ca. 20.000 bis 30.000 USD pro Kilogramm). Deshalb wurde er früher häufig als Währungsersatz verwendet. Der Preis für den Pilz stieg seit 2008 um 900% an.
Nur in Himalaya zwischen 3.000 und 5.000 Metern Höhe kann der Raupenpilz gefunden werden. Da Bhutan noch ein sehr unberührtes Land ist, ist der wertvolle Pilz hier relativ häufig zu finden.
Der Pilz bildet sich aus einer im Boden lebenden Schmetterlingsraupe. Erst infiziert er sie mit seinen Sporen und ernährt sich dann von ihr, dann leitet er sie nahe an die Erdoberfläche, bevor er sie tötet. Über den Winter wird die Raupe zersetzt und der Pilz wächst dann keulenförmig aus der Erde. Er wird von den Einwohnern des Gasa Distriktes geerntet und verkauft.
Dem chinesischen Raupenpilz werden heilende Kräfte und eine lebensverlängernde Wirkung zugesagt.
Tatsächlich gilt der Cordyceps als einer der stärksten Heilpilze überhaupt. Sogar eine leistungssteigernde Wirkung bei Leistungssportlern wird diesem besonderen Pilz nachgesagt. Dies fiel 1993 besonders bei den Leichtathletik Weltmeisterschaften in Deutschland auf. In drei Disziplinen gab es neue Weltrekorde - allesamt von chinesischen Leichtathleten. Einige Wochen später fanden die nationalen chinesischen Leichtathletikmeisterschaften statt und dort gab es in neun Mittel- und Langstrecken-Disziplinen neue Rekorde. Noch ein Jahr später bei den Weltmeisterschaften in Rom gewannen chinesische Athleten 12 von 16 Läufen und stellten fünf neue Weltrekorde auf.
Der Trainer schrieb das, neben einem harten Trainingsprogramm, dem Einsatz des Pilzes Cordyceps zu.
Der Raupenpilz wurde schon im Altertum genutzt, aufgrund seiner Seltenheit und dem dementsprechend hohen Preis, fast ausschließlich am kaiserlichen Hof.
1972 begannen chinesische Wissenschaftler ein ehrgeiziges Projekt, um der steigende Nachfrage gerecht zu werden.
Überall in China wurden Unterarten des wilden Cordyceps gesammelt und auf chemische Zusammensetzung, Heilwirkung, Sicherheit für den menschlichen Verzehr und auf die Eignung zum kommerziellen Anbau untersucht. Das Ergebnis war, dass aus über 200 Unterarten, der Pilz aus der Provinz Qinghai ausgewählt wurde. Diese Unterart wurde Cordyceps CS-4 genannt. Diese Unterart war hinsichtlich der chemischen Zusammensetzung und der Heilwirkung fast identisch mit dem traditionellen Cordyceps. 1987 erteilte das chinesische Gesundheitsministerium dann die Zulassung für den menschlichen Verzehr.
Der Cordyceps wirkt besonders anregend für Körper und Geist und nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) stärkt der Raupenpilz besonders den Nieren- und den Lungenmeridian. In verschiedenen Studien fand man heraus, dass die Einnahme des Cordycepses Pilzes nicht nur die Energiespeicher des Körpers füllt und diesen dadurch leistungsfähiger macht, sondern, dass er auch stimmungsaufhellend wirkt, das Immunsystem stärkt und potenzfördernd wirkt.
Insgesamt kann man sagen, dass der Cordyceps, wenn man sich alle positiven Wirkungen anschaut, die fast perfekte Nahrungsergänzung darstellt. In Versuchen wurden keine bedenktlichen Nebenwirkungen gefunden, lediglich vorübergehende Verdauungsbeschwerden können bei empfindlichen Menschen auftreten.
Für genauere Informationen zur Wirkung und zur Einnahme kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt.

(Quelle: TRUSCH, R. (2012) Ein Pilz so wertvoll wie Gold – Beispiel für ein "Non-Wood Forest Product". – in: LENZ, N. (Hrsg.): Von Schmetterlingen und Donnerdrachen – Natur und Kultur in Butan. — Karlsruher Naturhefte 4: 79-80.; Zentrum der Gesundheit)


Fauna von Bhutan - die Tierwelt

Vor allem ab der Jahrtausendwende und der Öffnung des Landes für den internationalen Tourismus, hat die zoologische Erforschung in Bhutan zugenommen. Aufgrund der Aktualität gibt es viele noch nicht publizierte Forschungsergebnisse und es werden ständig neue Arten entdeckt.

Zu den Tieren die typisch für Bhutan sind zählen: Kleiner Panda, Kragenbär, Königstiger, Schneeleopard, Takin, Moschushirsche, Goldlangur, Nebelparder, Blauschafe und Yak


Schmetterlinge und Falter

Die Nachtfalter Bhutans sind für die Wissenschaft so faszinierend, weil sie bis heute nahezu unerforscht sind und in unglaublicher Vielfalt vorkommen. Man vermutet bei den noch am besten bekannten Tagfaltern, dass in dem kleinen Königreich im Himalaja 800 bis 900 Arten leben könnten. Verglichen mit Deutschland, hier leben rund 140 Tagfalterarten, ist das die sechsfache Menge. Hochgerechnet dürften in dem kleinen Land über 20.000 Schmetterlingsarten beheimatet sein. In Deutschland sind es gerade einmal 3.700!
Über die Schmetterlinge Bhutans ist erst wenig bekannt. Das liegt daran, dass dort bisher kaum systematisch geforscht wurde. Bhutanische Schmetterlingsbücher müssen erst noch geschrieben werden. Eine Buchreihe über die Schmetterlinge Nepals, die von japanischen Forschern um Toshiro Haruta in den 1990er Jahren erarbeitet wurde, gibt aber eine gewisse Vorstellung von der in Bhutan zu erwartenden Schmetterlingsfauna.
Autor: Dr. Robert Trutsch, Kurator Lepidoptera, Referat Entomologie


Insekten und Wirbellose in Bhutan

Insekten und Wirbellose in Bhutan sind bis jetzt noch nicht eingehend erforscht worden.

Amphibien

Es sind ca. 100 Reptilien- und Amphibienarten aus Bhutan bekannt. Darunter vor allem Froschlurche. Im Süden von Bhutan werden viele Schildkröten vermutet. Der einzige Vertreter der Krokodile, der Ganges-Gavial (Gavialis gangeticus), starb in den 1960ern in der freien Natur aus.


Vogelwelt

Bisher wurden 680 Vogelarten in Bhutan beobachtet und die Zahl steigt stetig weiter. Gut 4/5 sind auf die großen Waldflächen des Landes angewiesen. Dabei ziehen viele während der Sommermonate zu höher gelegenen Gebieten. Der bekannteste Vogel Bhutans ist der nur noch selten vorkommende Schwarzhalskranich (Grus nigricollis), von dem etwa 500 Tiere in Bhutan überwintern. Weitere beeindruckende Arten sind die 19 Hühnervogelarten und 4 Nashornvogelarten, die in Bhutan vorkommen.
Die Hühnervögel zählen zu den Fasanenartigen. Die Männchen besitzen meist ein auffälliges Gefieder. Bei der Balz blähen die Tragopane (Fasanenartige) einen Hautlappen auf, um die Weibchen zu beeindrucken. Bei den Tieren handelt es sich um Nestflüchter.
Der Name der Nashornvögel stammt von den großen, häufig gebogenen Schnäbeln über die sie verfügen, die oft einen Hornansatz haben. Dieser dient als Resonanzraum und befähigt die Vögel zu lauten Rufen. Der Aufsatz ist bei Männchen häufig größer als bei Weibchen. Die Vögel nisten in Baumhöhlen. Die vier in Bhutan vorkommenden Arten ernähren sich größtenteils von Früchten.
Jedoch stellen 60% aller beobachteten Vogelarten Bhutans die Sperlingsvögel dar. Die Häherlinge beispielsweise zählen zu den Sperlingsvögeln und in Bhutan kommen 16 verschiedenen Arten vor. Häherlinge haben nur kurze, runde Flügel. Oft wirkt der Flug dadurch tollpatschig. Sie besitzen jedoch kräftige Füße und bewegen sich hüpfend am Boden fort. Außerdem haben sie einen kräftigen Schnabel.
In Butan leben auch viele weltweit gefährdeten Vogelarten wie der Bengalengeier (Gyps bengalensis) und der Weißbauchreiher (Ardea insignis), um nur einige zu nennen. Wir haben für Sie eine Liste der Vogelarten in Bhutan zusammengestellt. Lernen Sie die einheimischen Vögel in Bhutan bei einer Vogelbeobachtung kennen.

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Säugetiere

Ca. 200 Säugetierarten kommen in Bhutan vor. Der Großteil davon ist an das Leben in den Wäldern Bhutans gebunden. Die artenreichste Ordnung der Säugetiere sind mit 69 Vertretern die Fledertiere (Chiroptera).


Katzen

In Bhutan leben von den 37 weltweiten Wildkatzenarten 11 Arten. Dies liegt vor allem daran, dass hier noch ausreichen Rückzugsgebiete für die Katzen vorhanden sind. Trotz des staatlichen Schutzes des Nebelparders und des Tigers, werden diese Tiere auch in Bhutan gejagt. Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin, sollen ihre Augen, Eckzähne und Knochen heilende Wirkung haben. Vor allem der Luchs und der Leopard werden in Bhutan von Einheimischen erlegt, um das Vieh zu schützen.


Hörnchen

14 Hörnchen Arten kommen in Bhutan vor. Sie besitzen einen buschigen, langen und vollbehaarten Schwanz. Dieser wird zum Festhalten in den Bäumen, sowie zum Steuern verwendet. Da die Hörnchen tagaktiv sind, werden sie besonders häufig von Besuchern gesichtet.


Yak

Beim Yak (Bos mutus) handelt es sich um eine Rinderart aus der Ordnung der Paarhufer (Artiodactyla), Unterordnung Wiederkäuer (Ruminantia), Familie Hornträger (Bovidae).
Der Yak kommt hauptsächlich in Zentralasien vor. Man unterscheidet zwischen dem vom Aussterben bedrohten Wildyak und dem domestizierten Hausyak, der im Himalaya in sehr großer Zahl zu finden ist. Im Laufe der Evolution haben sich die Yaks perfekt an die Bedingungen im zentralasiatischen Hochland angepasst. Ideale Temperaturen für Yaks sind von -5 bis +13 °C. Deshalb werden sie häufig über der Baumgrenze gehalten, wo ganzjährig Frosttage vorkommen. Die Bullen erreichen eine Länge von 3,25 Metern, eine Höhe von 2 Metern und ein Gewicht bis zu einer Tonne. Deutlich kleiner sind die Kühe. Auch weisen Sie nicht einen so ausgeprägten Buckel auf. Der ganze Körperbau der Tiere ist auf das Leben im Gebirge ausgelegt. So verfügen sie über eine hohe Trittsicherheit und können mit ihren beweglichen Lippen auch an sehr kurze Gräser herankommen.

Die Tiere stellen auch heute noch die Lebensgrundlage für viele Menschen dar, liefern sie doch Wolle, Haare, Leder, Milch und Fleisch. Bis zu 400 Liter Milch gibt ein Yak im Jahr. Verglichen zum Hausrind ist dies eine geringe Menge. Auch der Energiegehalt des Yak Fleisches ist geringer. Aus dem Leder der Tiere werden beispielsweise Schuhsolen, Gürtel, Riemen oder Sättel hergestellt. Sogar die Ausscheidungen der Tiere werden als Brennmaterial verwendet. Außerdem werden sie als Reit- und Lasttiere genutzt. Yaks können bis zu einer Höhe von 7.200 Metern als Tragetiere eingesetzt werden. Sie legen 20-30 Kilometer am Tag zurück, wenn sie ein Gewicht von 60 bis 80 Kilogramm tragen. Aufgrund ihrer Trittsicherheit im unebenen Gelände, werden sie in den Bergen den Pferden als Reit- oder Zugtiere vorgezogen.

(Quelle zu Flora und Fauna in Bhutan: Norbert Lenz: Von Schmetterlingen und Donnerdrachen, Natur und Kultur in Bhutan, 1. Auflage, Karlsruhe, 2012)


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